Düsseldorf

Medienhafen, Rhein und Altstadt – Düsseldorf mischt Architektur, Flaniermeile und Altbier ohne Umweg.

Warum Düsseldorf Sehenswürdigkeiten so gut zusammenpassen

Düsseldorf am Rhein verbindet futuristischen Hafen, die berühmte Königsallee und eine Altstadt, die nach Brauhaus und Nachtleben klingt. Ein Tag reicht für den Kern – für Park, Schloss und Museen eher ein Wochenende.

Wenn du dich fragst, was man in Düsseldorf machen kann: Starte am Medienhafen, geh den Rhein entlang zur Altstadt und gönn dir danach die Kö. Der Rest der Stadt belohnt dich, wenn du Tempo rausnimmst.

Rheinturm Düsseldorf am Rhein
Rheinturm — Dietmar Rabich / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Was kann man in Düsseldorf machen?

Wenn du die Düsseldorf Sehenswürdigkeiten priorisieren willst, nimm diese acht als Gerüst:

Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf: Medienhafen & Rheinturm

1. Medienhafen

Der Düsseldorfer Medienhafen ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Seit den 1990er-Jahren siedelten sich hier Medienfirmen an; inzwischen arbeiten Hunderte Unternehmen in und um den Hafen. Besonders prägen Gebäude von Architekten wie Frank O. Gehry, Joe Coenen, Steven Holl oder David Chipperfield das Bild.

Neben Büros findest du Dutzende Restaurants, Kneipen und Cafés – und immer wieder Ausstellungen oder Filmdreh. Alte Speicher treffen auf futuristische Fassaden; genau dieser Kontrast macht den Spaziergang spannend.

Medienhafen Düsseldorf mit Gehry-Bauten
Medienhafen — Dietmar Rabich / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt
Burgplatz — Andrew Bone / Wikimedia (CC BY 2.0)

2. Rheinturm

Vom Medienhafen aus siehst du den rund 240 Meter hohen Rheinturm – das höchste Bauwerk der Stadt. Der Aufstieg (bzw. die Fahrt) ist kostenpflichtig, lohnt sich aber für den Panoramablick über Rhein und Skyline. Oben gibt es Ebenen zum Verweilen und Essen; nachts setzt Licht den Turm zusätzlich in Szene.

Erbaut wurde der Fernsehturm zwischen 1978 und 1982. Die Leuchtanzeige am Schaft liest du als Lichtuhr – von oben nach unten in Stunden, Minuten und Sekunden.

3. Königsallee

In der Stadtmitte liegt die Königsallee – kurz Kö. Sie gilt als eine der bekannten Luxuseinkaufsstraßen Europas, lohnt aber auch ohne Shopping: Alleen, Fassaden, das typische „Kö“-Lebensgefühl. Setz dich mit einem Kaffee hin und beobachte den Fluss der Menschen – oder schlender einfach nur.

Königsallee Düsseldorf Blick entlang der Kö
Königsallee — Kürschner / Wikimedia Commons (Public Domain)

Altstadt, Benrath & mehr

4. Altstadt & Burgplatz

Die Altstadt macht Düsseldorf gemütlich: Gassen, Kneipen und Bars – laut Stadtgeschichte reicht das Bierbrauen hier weit zurück. Hausbrauereien servieren Altbier; auf dem Carlsplatz findest du einen starken Foodmarkt. Nachts spielen Clubs und Live-Musik eine große Rolle – Bands wie Die Toten Hosen oder Kraftwerk haben hier Spuren hinterlassen.

Zwischen Rheinufer und Altstadt liegt der Burgplatz mit dem Schlossturm – oft als einer der schönsten Nachkriegsplätze Deutschlands bezeichnet. Von hier führen Treppen zum Rhein; das Café im Museum im Schlossturm belohnt dich mit Aussicht.

5. Schloss Benrath

Im Stadtteil Benrath steht das Schloss Benrath, erbaut 1755–1773 als Witwensitz für Kurfürstin Elisabeth Auguste. Heute besuchst du Schloss und den gepflegten Park – ideal zum Spazieren, Fotografieren und für Familien (Spielplatz inklusive). Führungen dauern oft rund eineinhalb Stunden; Museum und Blumengarten runden den Ausflug ab.

Schloss Benrath Düsseldorf aus der Luft
Schloss Benrath — Carsten Steger / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Rheinturm Düsseldorf Nahaufnahme
Rheinturm — Dietmar Rabich / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

6. Kaiserwerth

Kaiserwerth gilt als ältester Stadtteil Düsseldorfs – über 1300 Jahre Geschichte, historische Gassen, Kaiserplatz und Rheinpromenade. Highlight ist die Ruine der Kaiserpfalz aus dem 12. Jahrhundert mit Blick auf den Rhein. Gut kombinierbar mit Spaziergang oder Radtour; Cafés und Biergärten laden zu klassischer Küche ein.

7. Museen & Ausstellungen

Kunstliebhaber:innen kommen in Düsseldorf gut an: Im Kunstpalast nahe dem Rhein findest du Moderne, Gemäldegalerie und Skulpturen. Im K20 liegen Werke der klassischen Moderne (u. a. Beckmann, Matisse, Picasso). Im K21 lohnt die begehbare Installation „in orbit“ unter der Glaskuppel. Die Mahn- und Gedenkstätte widmet sich u. a. dem Thema „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“.

8. Little Tokyo

Düsseldorf beheimatet eine der größten japanischen Communities Deutschlands. Little Tokyo zieht sich zwischen Hauptbahnhof und Stadtmitte entlang Immermann- und Klosterstraße: Restaurants, Izakayas, Ramen, Supermärkte, Buchhandlungen. Ergänzend lohnen der Japanische Garten im Nordpark und der buddhistische Tempel in Niederkassel.

Essen & Spezialitäten in Düsseldorf

Altbier in einer Hausbrauerei der Altstadt gehört zum Pflichtprogramm – obergärig, dunkel, lokal. Auf dem Carlsplatz stockst du dich mit Snacks und Regionalem auf. Für Abwechslung: japanische Küche in Little Tokyo (Ramen, Izakaya) und die Restaurant-Szene im Medienhafen, wenn du Architektur und Abendessen verbinden willst.

Düsseldorf mit Kindern & zu zweit

Familien mit Kindern

Rheinpromenade und Medienhafen von außen sind ein guter Einstieg; Rheinturm mit Aussicht funktioniert oft ab Grundschulalter. Schloss Benrath mit Park und Spielplatz ist ein ruhigerer Tagesausflug. Museen und „in orbit“ eher mit älteren Kindern planen.

Ehepaare & zu zweit

Abendlicht am Medienhafen, Altbier in der Altstadt, Spaziergang auf der Kö: Düsseldorf ist urban und gemütlich zugleich. Zwei Nächte lassen Raum für Benrath oder Kaiserwerth – und für ein japanisches Dinner ohne Touristenhetze.

Anreise, ÖPNV & Praktisches in Düsseldorf

Düsseldorf erreichst du gut per Fernbahn (Hauptbahnhof) und Flughafen. Im Zentrum bringst dich Rheinbahn (Stadtbahn, Bus, Bahn) weiter – Tagestickets lohnen sich, wenn du Medienhafen, Altstadt und Benrath verbindest. Parken in der Innenstadt ist teuer; Park+Ride oder ÖPNV sind oft entspannter. Kartenzahlung ist üblich, in manchen Brauhäusern hilft Bargeld trotzdem.

Zum Übernachten: Altstadt und Stadtmitte für kurze Wege; Medienhafen-Nähe, wenn du Architektur und Abendessen priorisierst. Für Ruhe eher Stadtteile etwas abseits der Kneipenmeile.

Geheimtipps & fotogene Spots in Düsseldorf

Fotogen wirken der Medienhafen mit den Gehry-Bauten, der Blick vom Burgplatz bzw. Rheinufer und Schloss Benrath im Parklicht. Weniger gedrängt als die Altstadt abends: Kaiserwerth mit Pfalzruine und Rheinpromenade. Wer japanisches Flair sucht, fotografiert Details entlang der Immermannstraße – und den Japanischen Garten im Nordpark.

Häufige Fragen zu Düsseldorf

Was muss man in Düsseldorf unbedingt gesehen haben?

Medienhafen, Rheinturm, Königsallee, Altstadt mit Burgplatz. Mit Zeit: Schloss Benrath, Little Tokyo oder Kaiserwerth.

Lohnt sich Düsseldorf an einem Tag oder Wochenende?

Ein Tag reicht für Hafen, Rhein und Altstadt. Wochenende: Benrath, Museen und ein ruhiger Stadtteil dazu.

Was sollte man in Düsseldorf essen?

Altbier und Brauhausküche in der Altstadt, Snacks vom Carlsplatz, japanisch in Little Tokyo.

Düsseldorf wirkt am stärksten, wenn Architektur und Rhein zusammenkommen.

Ob Gehry-Fassade, Kö-Flair oder Altbier am Burgplatz: Die Stadt belohnt dich, wenn du nicht nur Shopping-Checklisten abhakst.

Pack bequeme Schuhe ein, plan einen Abend am Hafen – und lass dir Zeit für die Altstadt, bevor die Gassen voll werden.